Trophäenbehandlung

 
 von W Schenk
 
Sollen Jagderinnerungen und Waid­mannsheil bleibend als gutes Präpa­rat festgehalten werden, gibt es einiges, das schon direkt nach dem Schuß beachtet werden sollte: Wol­len Sie nur die reine Trophäe an der Wand hängen haben, sollten Sie den ganzen Schädel (abgekocht und gesäubert nach gründlicher Wässe­rung) mit nach Hause nehmen und von einem Fachmann kappen lassen. Etwas schwieriger wird es, wenn Sie sich für eine Ganz- oder Teilmontage entscheiden.

                                                      

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Kopf-Schultermontagen

 

Wichtig: Kein Drosselschnitt, son­dern Schnittführung wie im obenste­henden Diagramm, dabei „genü­gend Decke dranlassen", sie also deutlich hinter den Vorderläufen abschärfen! Kann die Trophäe eingefroren oder bei kühler Witterung direkt an den Präparator geschickt werden, kann das Haupt in der Decke verbleiben. Leider ist dies bei einer Auslandsjagd oft nicht möglich. Dann müssen die Lauscher dicht am Schädel abge­trennt werden, die Decke vorsichtig um die Hörner und das Geweih gelöst werden. Nasenknorpel und Lefzen sollten möglichst nahe am Schädel abgetrennt werden, das Gleiche gilt für die Lichter. Hier schär­fen Sie am besten von außen nach innen, achten Sie darauf, daß Wimpern und Drüsenmulden an der Decke verbleiben.

Anschließend müssen Lefzen, Nasenknorpel, Augenlider und Ohren gespalten werden, Gehöre einseitig vom Knorpel trennen. Danach sollte die Decke schnellst­möglich gesalzen werden (Fleisch­seite sorgfältig fest einreiben), Haut auf Haut zusammenlegen und ein­rollen.

Sollte das erlegte Wild vor der Behandlung noch transportiert wer­den müssen, sollte ein Schleifen unbedingt vermieden werden. Falls nicht möglich, legen Sie eine Plane unter und ziehen in Haarrichtung; eine Beschädigung der Decke ist ansonsten vorprogrammiert.

Am besten schaffen Sie sich schon vor der Jagd Klarheit, wie Sie Ihre Trophäe haben wollen und sprechen Einzelheiten direkt mit Ihrem Präpa­rator ab.

 

Ganzpräparate
  
Die Schnittführung für das Haupt ist die gleiche wie im ersten Diagramm gezeigt, aber ohne den Rundschnitt um den Körper, allerdings braucht der Schnitt auf der Rückseite des Trägers nur so kurz zu sein, dass durch diese Öffnung das Haupt vom Träger getrennt und abgezogen werden kann.
 
Die Schnittführung für die Körper­unterseite entnehmen Sie bitte nach­stehendem Diagramm.
 
 

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